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Jeder Hund ist nur so schlecht, wie sein Besitzer!

Ein Bild und Textbeitrag von Andrea Biastoch

Ein Hund sollte bereits vom frühesten Welpenalter an lernen, welche kleinen Gefahren (fliegende Papiertüten, wehende Motorradplanen), welche komischen Geschäfte (Zeitungsläden, Restaurants und Bäcker) und welche unheimlichen Geräusche (vorbeifahrende LKW`s, Staubsauger, Waschmaschine) in unserer Welt zum Alltag gehören.

Nur an einem ruhigen und nicht ängstlich reagierenden Hund, werden seine Besitzer und alle Mitmenschen auf Dauer Freude haben. Das wichtigste, außer der konsequenten Erziehung ist der Kontakt zu anderen Hunden. Der Welpe sollte gleich nach dem Erwerb die Möglichkeit bekommen, ohne Leine zu laufen. In Berlin gibt es einige Hundeauslaufgebiete, wo die Hunde ohne Leine erlernen können, sich mit ihren Artgenossen zu verständigen und damit auch zu verstehen. Falls man nicht die Möglichkeit hat, mit dem Welpen in ein Hundeauslaufgebiet zu gehen, sollt man sich erkundigen, ob es in der näheren Umgebung Hundeplätze gibt, bei denen es Welpenspielgruppen gibt. Es ist Blödsinn, wenn behauptet wird, der Hund sei noch zu jung, um ohne Leine durch den Wald zu laufen oder in ein Restaurant mitgenommen zu werden. Je jünger der Hund ist, umso einfacher erlernt er solche Dinge. Denn: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr." Zur guten Sozialisierung eines Hundes gehört der tägliche Kontakt ohne Leine zu anderen Hunden und auch der Kontakt zu anderen Menschen. Man sollte immer bedenken, daß man auch einmal krank werden kann, und es einer Person, die den Hund dann in Pflege nimmt, möglich sein muß, ohne Probleme mit dem Hund spazieren zu gehen. Ein Hund muß in seinem ersten Lebenjahr sehr viel lernen und man sollte sich darüber im Klaren sein, daß man dazu sehr viel Zeit benötigt. Wenn man nicht genug Zeit dafür aufwendet, den Hund gut zu erziehen und zu sozialisieren, wird man irgendwann Probleme mit seinen Mitmenschen bekommen.

Auch in Bezug auf die sogenannten Kampfhundrassen bleibt zu sagen, jeder Hund ist nur so schlecht oder auch gut, wie ihn sein Besitzer gemacht hat. Ach so..., ein Kampfhund ist ein Hund der sich agressiv verhält. Jede Hunderasse kann vom Menschen zu einem aggressiven Hund gemacht werden!

Berlin, den 12.12. 98

Andrea Biastoch

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